Newsletter Dezember 2020

Newsletter managerohnegrenzen – Dezember 2020
Liebe Freunde und Partner, sehr geehrte Interessenten!
Als ich vor 15 Jahren mit diesen kleinen Jungs in einem Township in Südafrika zusammengearbeitet habe, um Ihnen zu „helfen“, wurde mir eins so elementar klar: es geht ums anpacken, tun statt reden. Und ums Selbermachen. Das hat sich so unendlich tief in meine Vorstellung eingegraben, dass wir als wirtschaftlich-aktive Menschen nur so sinnvoll „Hilfe“ leisten können: indem wir die eigenständige Kraft unterstützen, von denjenigen, die aufbauen wollen. Machen müssen sie es selbst. Wir nennen das heute schick „Ownership“. Es wurde zur Grundlage von managerohnegrenzen. Nicht nur Geld senden, um das schlechte Gewissen zu beruhigen, in Slums in der Suppenküche helfen oder ein bisschen in Waisenhäusern den rettenden Engel geben. Verstehen Sie mich nicht falsch: Nothilfe gegen akuten Hunger und bei Katastrophen muss sein. Das ist eine Frage der Ethik und gehört zu unserem Menschsein. Aber bitte nicht als Dauereinrichtung. Das nennen wir Sozialromantik, die uns weltweit nicht weiterbringt.
Von der realen Entwicklung in den Low Income Countreis (LIC) hängt nicht nur das Wohl der dort leben Menschen ab. Es ist Grundvoraussetzung für Frieden und Sicherheit und damit auch dem Wohlergehen von uns allen. Weltpolitik wird genau dort entscheiden. Das Gute ist: wir alle können alle unseren Beitrag konkret leisten. Mit Beratung, Coaching, Mentoring- was immer auch notwendig ist. Nicht nur Manager*innen brauchen sich angesprochen fühlen, nur, weil unsere Stiftung so heißt. Die Einladung gilt auch für Unternehmer*innen, Führungskräfte aus allen Bereichen, Handwerker, Verwaltungsbeamte, Techniker, Mediziner, die aus dem Management kommen. Gern auch Studenten, diese vor allem aus den Fachgebieten der Ökonomie. Als Young Leader können sie bei uns in Tandem mit den erfahrenen Führungskräften mitarbeiten: wir alle sind Businesspeople against poverty. JA es geht um die eigenständige Kraft der Menschen in den Armuts-Regionen dieser Welt sie so zu unterstützen, ihre Ressourcen zu heben, Stabilität aufzubauen, Jobs zu ermöglichen, dass sie Garantien für sicheres Einkommen bekommen, das so dringend gebraucht wird. Es geht um Empowerment – damit ihre Kinder nicht mehr hungern und in die Schule gehen können.
Aber eben finanziert von ihren Eltern- und nicht von den ewigen Anti-Hunger-Spenden, für die dann die Kinder alle so lieb in die Kameras lachen. JA, auch wir wollen fröhliche Kinder und glückliche Eltern. Die aber in einem Umfeld leben und arbeiten können, das Ihnen dauerhaft und nachhaltig Chancen sichert. In ihrer Heimat. Wo sie es selbst in der Hand haben, was geschieht und wie, um so ihre Zukunft zu sichern. Egal, ob Corona oder andere Epidemien ausbrechen: Optionen gibt es viele. Es gilt, sie zu nutzen.
In Afrika gibt es 54 Länder, in Asien 47 und in Lateinamerika nochmals 20. Davon erreichen die wenigsten einen BIP /Einwohner, der zum Leben reicht. Zum Vergleich: im reichsten Land der Welt (Luxemburg) liegt der BIP/Einwohner bei knapp 116.00 US Dollar. In Burundi, dem ärmsten Land der Welt gerade mal bei 270 US Dollar/Einwohner. Dazwischen liegen Welten, was Versorgung Infrastruktur, Bildung anbetrifft. Aber auch Welten voller Optionen und Möglichkeiten.
In den Ländern, in denen wir Unternehmer*innen unterstützen, liegen wir dort, wo man mit 270 US Dollar BIP beginnt. Aber genau dort sind viele, viele Menschen aktiv und unglaublich engagiert, wenn sie nur die geringsten Chancen zur eigenen Existenz sehen. Was häufig fehlt, um wirklich erfolgreich zu sein, ist eben nicht nur die Elementarbildung. Sondern auch der Zugang zu fachlich qualifizierter Unternehmerbildung. Dort stehen wir mit managerohnegrenzen bereit.
Unternehmer*innen zu fördern bedeutet auch, die Bilder in unserem Kopfkino von unser Zuständen in Europa zu befreien, wo wir in sicheren Verhältnissen mit einer stabilen Infrastruktur schalten und walten können. Das haben die „Unternehmer*innen“, mit denen wir zusammenarbeiten nicht. Sie unternehmen viel – mit unserem Knowhow und unserer Unterstützung vieles noch viel erfolgreicher. Sicher ist, sie müssen oft gegen Elementarthemen ankämpfen und immer wieder bereit sein, noch einen langen Weg vor sich zu haben, um dort anzukommen, was wir Schwellenländer nennen. Klar ist aber auch, wir sind nicht für alles zuständig und verantwortlich.
Was wir aber sicher wissen aus der Erfahrung: ohne diese Art der Unterstützung, die wir leisten, ist der Weg noch schwerer und steiniger. Unser Wirtschafts-Knowhow ist so unglaublich kostbar, in Krisenzeiten ebenso, wie bei der Zukunftsplanung. Über 350 Manager*innen waren in mehr als 400 Projekten involviert, in mehr als 40 Ländern beratend vor Ort. Mit der Onlineberatung, die wir in diesem Jahr im Rahmen der Corona-Epidemie engagiert ins Leben gerufen haben, konnten wir daran anknüpfen. Aufgebaut auf der großen Berater-Erfahrung der letzten 15
Jahre, konnten wir sofort loslegen. Wir haben es ermöglicht, dass 157 Manager in 10 Kickoffs managerohnegrenzen kennengelernt konnten. Davon waren bisher 33 Manager*innen so begeistert, dass sie in 4 Online-Seminaren die Vorbereitungen für 24 Einsätze in 13 Ländern durchlaufen konnten. Auch die Projektanfragen sind enorm gestiegen: noch sind 8 Projekte ready für den Einsatz und 15 weitere Projekte aktuell in Bearbeitung. Alles online- versteht sich. Die Plätze werden noch vergeben. Ab Januar 2021 können Sie dabei sein.
Auf Dauer werden wir hybride Lösungen anbieten. Damit können wir ein wesentlich höheres Unterstützervolumen mobilisieren. Unabhängig von den vor-Ort-Beratungen: wir bleiben für alle Partner stabile und krisenunabhängige Begleiter, auf die man sich verlassen kann.
Damit wir das alles leisten können (und noch viel mehr) brauchen wir Sie, die Community, die diese Unterstützung möglich macht. Als Manager ohne Grenzen, als Förderer oder Business Angel. Unsere Crowdfundig-Aktion „Africa- empower small & medium Enterprises“ macht den Anfang.
Für alles andere: Interessante Gesprächspartner aus unserem Team warten auf Sie. Sicher sehen und hören wir uns bald wieder.
Genießen Sie die stille Zeit. Machen Sie das Beste aus Ihrem Homestay: das Internet hat keine Grenzen und setzt ungeahnte Kräfte frei.

Ihre Helene Prölß mit dem ganzen managerohnegrenzen-Team

Sie haben Ideen, Fragen? Schreiben Sie mir helene.proelss@managerohnegrenzen.de
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