Im Interview: Georges Beyeme, Projekt-Koordinator bei managerohnegrenzen

Georges Beyeme, Projekt-Koordinator bei managerohnegrenzen
Georges Beyeme, Projekt-Koordinator bei managerohnegrenzen

Georges Beyeme ist 32 Jahre alt, kommt aus Kamerun, lebt und arbeitet in Deutschland. Der studierte Betriebswirtschaftler hat zuerst ein Weiterbildungs-Praktikum im Bereich internationales Projektmanagement bei der Stiftung managerohnegrenzen gemacht und ist jetzt angestellt als Projekt-Koordinator. Er glaubt das nachhaltige Entwicklungsarbeit mit Unternehmen in Low-Income-Countries der einzig richtige Weg ist. Sein langfristiges Ziel: Ein eigenes Unternehmen in Kamerun gründen. Im Gespräch erzählt er uns, warum er bei der Stiftung managerohnegrenzen arbeitet und was seine persönliche Motivation ist.

Was genau sind deine Aufgaben bei managerohnegrenzen?
Ich arbeite im Projektmanagement und kümmere mich mit dem Team um die Betreuung unserer internationalen Projekte. Dabei sind wir dafür verantwortlich, dass die vereinbarten Ziele erreicht werden. Zurzeit beschäftige ich mich mit der Identifikation von potentiellen Kooperationspartnern im Bereich Finanzierung. Vor einem Monat habe ich bei managerohnegrenzen begonnen und werde noch bis Ende Oktober 2021 hier arbeiten.

Warum hast du dich dazu entschieden bei managerohnegrenzen zu arbeiten?
Ich bin fest davon überzeugt, dass sich Entwicklungsarbeit genau in dem Bereich bewegen sollte, in dem managerohnegrenzen agiert. Also nicht klassische Entwicklungsarbeit, bei der bestimmte Zielgruppen wie Bauern direkt mit Geldspenden versorgt werden, sondern die nachhaltige Unterstützung von Unternehmer*innen. managerohnegrenzen wendet sich direkt an die produktiven Kräfte, an die Unternehmen, die Wohlstand aufbauen. Genau dieser Ansatz gefällt mir!

Wie bist du auf die Stiftung managerohnegrenzen gestoßen?
Wie gesagt, gefällt mir der Ansatz von managerohnegrenzen und bei meiner Recherche bin ich auf die Stiftung gestoßen. Es geht darum, wirtschaftliches Know-How direkt weiterzugeben, damit afrikanische Unternehmer*innen in der Lage sind ihr Business zu führen. Ein Staat braucht Unternehmen, die Steuern zahlen, um weiter investieren zu können. So funktioniert jedes Land. Wirtschaft ist wie ein Körper und Unternehmen sind die Anti-Körper, die wir brauchen, damit das Immunsystem nicht geschwächt wird. Wir müssen Unternehmer*innen stärken, damit sie kämpfen können!

Was ist deine Motivation im Bereich der Unternehmensentwicklung zu arbeiten?
Ich habe BWL an der Universität Göttingen studiert und mich dabei viel mit betriebswirtschaftlichen Funktionen auseinandergesetzt. Eigentlich wollte ich direkt in die Privatwirtschaft, aber da hatte ich noch nicht die Verbindung von Entwicklungsarbeit und Wirtschaft im Blick. Wenn man von Afrika spricht, haben viele Menschen sofort das Bild von armen Kindern auf der Straße im Kopf. Es kann ja nicht sein, dass sich nach jahrelanger Unterstützung von Afrika nichts verändert hat. Gegen dieses Problem möchte ich angehen!

Was sind deine Pläne nach deiner Arbeit bei managerohnegrenzen?
Ich möchte weiter im Bereich der Unternehmensentwicklung arbeiten, aber ich habe auch vor, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Mit meinem Gründungsprojekt möchte ich im Bereich der Abfallkreislauf-Wirtschaft in Afrika, beziehungsweise in Kamerun, tätig werden. Das Thema Müll- und Plastikverarbeitung ist dort noch sehr ausbaufähig.

Was hast du bis jetzt durch deine Arbeit bei der Stiftung gelernt?
Leidenschaft. Die Leidenschaft, mit der Helene, Anja und das ganze Team an Projekten arbeiten, das fasziniert mich! Sie glauben wirklich an das, was sie tun und das finde ich sehr ansprechend. Ich freue mich auf die kommenden Monate, in denen ich noch mehr in das internationale Projektmanagement eintauchen kann!

Vielen Dank, Georges, und herzlich Willkommen im managerohnegrenzen-Team!

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